HLW 4A auf Besuch bei Living Library in Lienz

Am 23. April 2026 fand im Rahmen der Freiwilligenwoche in Lienz die Veranstaltung „Living Library – Lebensspuren“ statt; die Veranstaltung wurde von Frau Simone Ortner-Trebo, der Leiterin vom Freiwilligenzentrums Lienz, organisiert. Austragungsort war die Wirtschaftskammer Osttirol, die sich an diesem Vormittag in eine besondere Art von Bibliothek verwandelte: Statt Bücher auszuleihen, konnten Schülerinnen/Besucherinnen und Besucher mit Menschen ins Gespräch kommen, die als sogenannte „lebende Bücher“ ihre persönlichen Geschichten erzählten.

Auch die Schülerinnen der HLW 4A und ihre Begleitlehrerin Dr. Helga Kraßnig nahmen an diesem Workshop teil.

Das Konzept der Living Library zielt darauf ab, Begegnungen zwischen unterschiedlichen Menschen zu ermöglichen, Vorurteile abzubauen und neue Perspektiven zu eröffnen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Möglichkeit, innerhalb von rund eineinhalb Stunden bis zu drei „Bücher“ auszuwählen und jeweils etwa 30 Minuten lang deren Lebensgeschichten zuzuhören sowie Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.

Am 23. April standen mehrere unterschiedliche Themen und Persönlichkeiten zur Auswahl. Dazu gehörten unter anderem Beiträge wie „Magie liegt in der Luft“ von Manuela Neumair, „Gspiarig“ von Mag. Michael Brugger, „Mein Lottosechser – Licht, Geräusche, Freiheit“ von Evelyne Zuschmann, „Pfarrerin, weiblich, jung“ von Petra Grünfelder sowie „Hidden Disabilities Sunflowers“ von Ulrike Ortner. Diese Vielfalt spiegelte die unterschiedlichen Lebensrealitäten und Erfahrungen der Beteiligten wider.

Die Veranstaltung zeichnete sich durch eine offene und respektvolle Atmosphäre aus. Nach den Gesprächsrunden bestand zudem die Möglichkeit, sich mit allen anwesenden „Büchern“ auszutauschen. Dadurch entstand ein lebendiger Dialog, der von Neugier, gegenseitigem Interesse und Wertschätzung geprägt war.

Insgesamt bot die Living Library den Besucherinnen und Besuchern eine besondere Gelegenheit, Menschen und ihre Lebensgeschichten auf direkte und persönliche Weise kennenzulernen. Sie leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Verständnis, Toleranz und gesellschaftlichem Zusammenhalt.